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Flieger der Woche

Stabsfeldwebel Josef Schmid

von Thomas Albrich

Der letzte Flieger der Woche des Jahres 2020 ist Josef Schmid, als Sohn von Georg und Katharina Schmid aus Sigmarszell am 5. Oktober 1894 in Lauterach geboren.[1]

Seit dem 25. November 1916 war Schmid bei den Fliegerersatztruppen zur Ausbildung im Einsatz[2] und kam im April 1917 zur Fliegerkompagnie 3 an die russische Front und wurde dort zum Korporal Feldpilot ernannt.[3]

Am 18. Mai 1917 überstand Schmid einen harten einstündigen Luftkampf mit drei Gegnern. Dabei erlitt er einen Schrapnell-Durchschuss unterhalb des rechten Knies, konnte aber dennoch weiterhin seinen Dienst verrichten. Das Armeeoberkommando honorierte sein tapferes Verhalten mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse.

Am 22. Juni 1917 ergänzte sich seine Sammlung von Orden um die Goldene Tapferkeitsmedaille. Anlass war ein Aufklärungs-Fernflug am 1. Juni 1917. Das Flugzeug erhielt in 2.500 m einen Volltreffer durch die Flak, das Bein des Piloten Josef Schmid wurde durch den Zünder zerschmettert. Er steuerte trotz hohem Blutverlust das Flugzeug im Gleitflug sicher zurück zum eigenen Flugfeld.[4] Wegen seiner Verletzung musste ihm das rechte Bein amputiert werden.[5] Josef Schmid starb am 21. November 1947 in Bregenz.[6]


[1] Er wird in den Quellen auf unterschiedliche Art geschrieben. So finden sich „Joseph“ oder „Josef“, sowie „Schmidt“ oder „Schmid“. Im Weiteren wird die Schreibweise aus dem Taufbuch Joseph Schmid verwendet. Lauteracher Taufbuch 1876–1911, [http://www.vla.findbuch.net], online eingesehen am 20.6.2018.

[2] VLA, P 1894-Schm4, Schmid Josef.

[3] Veinfurter, Das Fliegende Personal, S. 28.

[4] Richard Benzer, Vorarlbergs Blutopfer im ersten Weltkrieg (1914–1918), Innsbruck 1965, S. 82 f.

[5] Veinfurter, Das Fliegende Personal, S. 28.

[6] Lauteracher Taufbuch 1876–1911, [http://www.vla.findbuch.net], online eingesehen am 20.06.2018.

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