Categories
Flieger der Woche

Zugsführer Ludwig Thaler

von Thomas Albrich.

Feldpilot Zugsführer Ludwig Thaler, geboren 30. Jänner 1897 Kitzbühel, seine Eltern waren Dr. Hans und Wilhelmine Thaler. Er war Student und diente in seinem Stammtruppenkörper, dem 1. Tiroler Kaiserjägerregiment. Er war als Flieger bei Flik 45, 56J, 2, 68J, 47F und 14J. Thaler schloss seine Pilotenausbildung am 6. März 1917 mit dem Pilotenschein Nr. 618 ab und kam dann noch kurz zur Einsitzerausbildung zur Flik 68J. Im April 1917 wurde er als Korporal und Flugzeugführer zur Flik 45 kommandiert. Am 1. August 1917 kam er wieder zurück zu den Fliegerersatztruppen und dann im September 1917 zur Flik 56J. Im Jänner 1918 Feldpilot und Feldpilotenabzeichen, am 27. Jänner 1918 wurde er zur Flik 2 transferiert. Im Juni 1918 kam er zur Flik 68J und wurde Zugsführer. Am 23. Juni 1918 kam er zur Flik 47. Im Juli 1918 war er im Spital und wurde am 24. August 1918 zu Koluft 11. Armeekorps versetzt. Allerdings kam er noch im August 1918 vom 11. Armeekorps (Flik 47) als Jagdpilot zur Flik 14J.

Beim Jagdflug einer Kette der Flik 14J wurde Thaler in seinem Berg D.I (138.112) am 15. September 1918 im Luftkampf mit drei „Sopwith” Einsitzern von einem davon getroffen, sodass er sich im “Stoppelzieher” nach unten zu retten versuchte. Dabei übersah er einen anderen, der ihn von hinten anflog und ihn südöstlich des Monte Tomatico brennend abschoss. Thaler sprang mit dem Fallschirm aus seinem Apparat ab, wurde dabei aber tödlich verletzt nachdem die Fallschirmkappe gerissen war. Sein Apparat verbrannte am Boden. Thaler erzielte einen bestätigten Luftsieg. Er wurde auf dem Ortsfriedhof in Feltre begraben.  Ludwig Thaler wurde während seiner Laufbahn mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 1.und 2. Kl. ausgezeichnet und erhielt posthum die Goldene Tapferkeitsmedaille. In den Innsbrucker Nachrichten hieß es:

„Dem jüngst in heldenhaftem Luftkampfe gefallenen Feldpiloten Ludwig Thaler in Kitzbühel, der bereits früher schon mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille erster und zweiter Klasse ausgezeichnet war, wurde nun auch die Goldene Tapferkeitsmedaille verliehen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.