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Flieger der Woche

Leutnant Otto Frena

Otto Frena kam am 31. März 1895 in Kufstein zur Welt. Seine Eltern waren der aus Südtirol stammende Steueradjunkt Nikolaus Frena und dessen Ehefrau Maria, geborene Schrenk. Otto Frena absolvierte das Brixener Gymnasium und begann im Herbst 1914 das Medizinstudium in Innsbruck, das er kriegsbedingt schon bald unterbrechen musste.

Am 13. März 1915 wurde Frena als Einjährig-Freiwilliger im Sanitätsfrontdienst zum 1. Regiment der Tiroler Kaiserjäger eingeteilt. Mit dem 3. Regiment kam er an die Südfront und erhielt dort für seinen Dienst einige Auszeichnungen. So etwa im Juli 1916 das Goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille.

Anfang März 1917 wurde er zur Flosch nach Wiener Neustadt kommandiert und dort zum Beobachter ausgebildet. Nach absolvierter Ausbildung wurde Frena im Mai zur Fliegerkompagnie 36 eingeteilt, die an der Rumänienfront stationiert war. Auf eigenen Wunsch kam er schon im Monat darauf zur Flik 11 an die Italienfront. Im November wurde er zum Leutnant in der Reserve befördert. Bei der Flik 11 blieb er bis Februar 1918, als er zur neuaufgestellten Artilleriefliegerlehrkompagnie transferierte. Dort blieb er wohl bis Mai, ehe er im Juni für wenige Wochen als Pilotenschüler zur Flik 35 transferiert wurde und dort vermutlich vier Flüge absolvierte. Dann folgte eine weitere kurze Zwischenstation – erneut nur einige Wochen – bei der Flik 32. Am 8. Juli wurde Frena zu den Fliegerersatztruppen kommandiert.

Sofort nach Kriegsende setzte er sein Studium in Innsbruck fort und promovierte 1921. Nach zwei Zwischenstationen als Assistenzarzt eröffnete er 1923 eine eigene Praxis im oberösterreichischen Mondsee. Einige Jahre darauf wurde er dort auch Gemeindearzt und Leiter des örtlichen Spitals. Frena heiratete die aus Prag stammende Emeline Kletetschka und hatte mit ihr drei Kinder Robert, Klaus und Annemarie.

Sein Sohn Robert starb Ende 1944 an der Westfront. Laut Todesanzeige war er Nationalsozialist (Parteigenosse). Offenbar war auch Otto Frena selbst ein Nationalsozialist, möglicherweise auch in höherer Funktion. Nach einer Angabe in einem biografischen Lexikon wurde er nach der Befreiung Österreichs bis 1947 im Lager Glasenbach, gemeinsam mit anderen belasteten Nationalsozialisten, interniert. Er führte anschließend wieder seine Praxis in Mondsee und wurde in verschiedenen umliegenden Orten als Gemeindearzt tätig. Allerdings verstarb er bereits im Dezember 1949 in seinem 54. Lebensjahr.