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Flieger des Monats

Oberleutnant Mario Tschurtschentaler d‘Èlmo

von Thomas Albrich.

Oberleutnant in der Reserve Mario Tschurtschentaler d‘Èlmo, geboren am 22. Februar 1892 in Borgo di Valsugana (Welschtirol), war der Sohn des Antonio Tschurtschentaler d’Èlmo und der Camilla, geborene Zamboni. Er gehörte zum 4. Tiroler Kaiserjäger-Regiment und diente als Feldpilot bei der Flik 21.

Am 7. November 1917 begann er seine Pilotenausbildung bei der Flek 14 und Flek 8. Dabei wurde er u. a. ausgebildet auf Ufag Ba 161 und Berg Ba 137 Zweisitzer. Weiters wurde er auch zum Fotoeinsitzer-Pilot ausgebildet und flog dabei u. a. mit Phönix D.IIa 422.08.

Mario Tschrutschentaler als Flieger – unbekannter Fotograf (Archiv Alexander Kustan)

Im Juli 1918 kam er vom 11. Armeekommando zur Flik 21 und wurde noch im Juli 1918 Feldpilot. Im Juli 1918 absolvierte er drei Feindflüge, alle mit Ufag C.I 161.51. Bei einem Fotoflug am 29. Juli 1918 über den eigenen und ersten feindlichen Stellungen im Raume vor dem k.u.k. XIII. Korps flog er 220 km Strecke, war dabei dreimal in einen Luftkampf verwickelt, konnte aber die Gegner erfolgreich abwehren. Seine Flugzeit betrug 1 Stunde 50 Minuten. Im August 1918 absolvierte er fünf Feindflüge, alle mit dem Berg C.I 137.24 Fotoeinsitzer. Bei einem Fotoflug am 6. August 1918 flog er 310 km Strecke mit dem Berg C.I 137.24 Einsitzer über dem Col di Rosso – Costalunga – Pennar – Sisemol, wofür er 2 Stunden 35 Minuten benötigte. Im September 1918 erhielt er das Feldpilotenabzeichen und wurde im November 1918 mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet.

2006 erhielten zwei Wanderwege im Bereich Monte Celva, die zu den feldmäßigen Befestigungen führen, die Namen der Flieger Joseph Kiss und Mario Tschurtschentaler.

Offene Fragen:

  • Wo lebte Tschurtschentaler nach 1918?
  • Ist er im Trentino geblieben oder ausgewandert?
  • Wie verlief sein Leben?
  • Wo ist er gestorben?